Samstag, Februar 06, 2010

Eisvogeltag!








um die Seen kann man nicht laufen weil der Schneematsch angefroren und zu einer spiegelglatten, dabei aber holprigen Eisfläche geworden ist. Das hat viele Läufer trotzdem nicht davon abgehalten, sich unvernünftigerweise in Gefahr zu begeben und laufen zu gehen. Mir war/ist das zu riskant und so schnappte ich mir Kamera und Stativ und JC und wir staksten vom Bikertreff übers Eis zur Lennemündung wo der Eisvogel sein Jagdrevier hat.
Bei unserer Ankunft bekam meine Stimmung gleich einen Dämpfer, weil ein Angler genau an dem "Lieblingsbusch" des Eisvogels sein Quartier bezogen hatte. Ich frag mich was für Fische er am Durchstich zum Ostbecken fangen will? Grosse Fische werden da sicher nicht stehen...
JC erblickte mit ihrem geübten Naturbeobachtungs-Auge mal wieder schneller als ich den Eisvogel, konnte aber nicht seinen Ansitz finden.
Nach etwa 10min (der Angler sass regungslos am Wasser) flog der Eisvogel dann in seinen Ansitzbusch und die Fotosession konnte beginnen. Von meinen ca. 99 Fotos sind ein paar richtig gut geworden. Eine Auswahl der Fotos siehe oben. Es war interessant zu beobachten, dass der Eisvogel zwar öfters vom Ast hinabstiess, dann aber kurz vorm Eintauchen ins Wasser beidrehte und zurück auf seinen Platz flog. Er hatte sich wohl in der Geschwindigkeit oder Schwimmrichtung der Beute verschätzt.
Etwa jeder vierte Abflug erfolgte dann mit Zugriff im Wasser. Einmal konnte ich deutlich erkennen, wie er mit einem Fisch im Schnabel wegflog.
Ein anderes Mal verschwand er über die Büsche hinweg Richtung Ostbecken, weil er sich gestört fühlte.

Eine informative Site über ein Eisvogelprojekt hat der NABU Bielefeld ins Netz gestellt.

Mittwoch, Februar 03, 2010

Gedanken eines 1x die Woche-Läufers und Schneematsch-Lauf-Verweigerers


4 Tage lang kein Sport. Das zehrt an den Nerven. Da werde ich unruhig. Andererseits tue ich dann auch mal Dinge die sonst zu kurz kommen. Vögel beobachten und fotographieren, Gitarre spielen, usw.

Wenn es etwas gibt was ich wirklich verabscheue, dann ist es Schneematsch!
Es plitscht und platscht bei jedem Schritt auf die atmungsaktive Kunstfaserschicht meiner Laufschuhe und beschert mir einen nassen und kalten Fuß. Die Folge davon ist in der Regel eine Erkältung, die sich bei mir immer in Form einer Bronchitis manifestiert. Ich habe es daher aufgegeben, bei Schneematsch zu laufen -auch wenn JC stichelt und frozelt "Früher wärst Du bei dem Wetter gelaufen.....!!!" Sowas tut weh. Aber es stimmt ja auch. ich bin früher gelaufen und habe mir Erkältungen am laufenden Meter eingefangen. Aktuell bin ich seit über einem Jahr nicht mehr krank gewesen (knock on wood) Bestzeiten muss ich eh nicht mehr liefern ("muss" klingt besser als "kann") Von daher ist's auch egal, wenn ich mal ein paar Tage aussetze.
Beim Schwimmen heute war ich nach der Paddles/Pullbuoy-Übung (8x50m Kraulabschlag mit betonter Unterwasserdruckphase) aufgepumpt wie He-Man.

Ich finde Gefallen an Crunches und Liegestützen. Ich will auch gar kein dürrer Lauf-Hering mehr sein. Triathleten haben ein breites Kreuz. Also ist es nicht schlimm wenn ich im Laufen langsamer werde. Dafür werde ich im Schwimmen halt besser. Wenn ich doch nur mal wieder Radfahren könnte...
Apropos, das Traingslager ist bezahlt und das Leihfahrrad geordert. Mallotsche wir kommen :-)

Nach all der Schönrederei bleibt festzuhalten, dass ich mich auf morgen freue wenn es für Rocky & mich wieder heisst: "und ab!" (Startruf für die Tempointervalle auf der Bahn)

Habe mich gerade online für den 07.03.10 in Leverkusen angemeldet (Rund ums Bayerkreuz) Das mein Laufklassiker des Frühjahrs geworden ! Zielzeit: 38:00min. Schaun mer mal !

Sonntag, Januar 31, 2010

Eisvogel revisited


Genau zur gleichen Zeit (14:00Uhr) und am gleichen Ort (Lennemündung) fand ich mich heute zusammen mit JC erneut ein um den Eisvogel zu beobachten. Dummerdings war der Akku meiner Kamera ALLE !! So kam es nur zu 2 Schüssen, die beide verwackelt sind. Trotzdem genossen wir es dem orange-blauen Gesell beim Jagen zuzusehen und blieben eine gute Viertelstunde bis er fortgezogen war.

Samstag, Januar 30, 2010

Neuschnee!

Hengsteysee, Klusenberg, Ostbecken


Und schon wieder hat es geschneit in der Nacht! Und wie ! 10cm sind's bestimmt und mich hielt es nicht mehr ind er Wohnung. Ich machte heute eine Tour zum Hengsteysee, hoch in den Klusenberg , wieder runter zum See und ums Ostbecken - dort konnte ich einen Eisvogel beim Jagen beobachten! Insgesamt habe ich viel interessante und schöne Vögel gesehen:

1 Zwergtaucher, viele Haubentaucher und Kormorane, ein Wladbaumläufer, einen Kleiber der an einer Baumhöhle aufgregt flatterte und rief, 10 Gänsesäger (Männchen und Weibchen) und einen Eisvogel.

Die Stopuhr habe ich schon nach 2 km ausgemacht. Durch die vielen Fotostops wäre eh keine brauchbare Zeitmessung möglich gewesen -und wofür auch. Es war ein entspannender (aber wegen des Schnees auch anstrengender) langer Lauf bei dem ich richtig die Seele auftanken konnte.

Freitag, Januar 29, 2010

Tempo mit gebremstem Schaum

Gestern war ich wieder mit Rocky und Arthur in der Halle.
Wir sind 400m und 800m im Wechsel gelaufen (5x400m und 4 x 800m) mit kurzen Trabpausen von einer bzw 2 Runden.
Mein aktuelles 10km-Renntempo ist 3:45min / km. Davon ausgehend sollten die 800er in 45er Runden (auf der 200m-Bahn) gelaufen werden und die 400er entsprechend etwas schneller als die 800er gelaufen werden.

Insgesamt 5200m in einem Tempo schneller als das aktuelle 10er-Renntempo kamen dabei zusammen.
Wenn ich mir allerdings so die anderen Läufer wie Vanessa, Tillmann, Dirk Wolf oder aber Gereon Max und auch Arthur anschaue, verzage ich doch ein wenig, weil die vielk schneller als ich unterwegs waren.
Aber es ist ja noch Januar und immer noch Winter. Da muss und kann ich noch nicht schneller sein. Ich schätze ab März wird es mit dem Tempo nach oben gehen. Bis dahin nährt sich das Eichhörnchen mühsam...

Sonntag, Januar 24, 2010

16. Ergster Crosslauf: Rennvideo und Ergebnisliste



Ergebnisliste des Crosslaufs 2010

Samstag, Januar 23, 2010

Ergster Crosslauf reloaded


und wieder ist eine Austragung meines Lieblingscrosslaufs Geschichte. Es war weit weniger matschig als letztes Jahr und alle Starter waren auch entsprechend schneller. Bei mir waren es ganze 1:10min. Von der Platzierung her dürfte ich aber weiter hinten in der Einlaufliste gelandet sein.
Ich stelle fest, dass bei diesem Lauf weitgehend Spezialisten und wirklich starke Läufer, die auf der Strasse 35min oder schneller laufen können, an den Start gehen. Das Teilnehmerfeld verschiebt sich von Jahr zu Jahr von "Masse" in Richtung "Klasse".
Ich würde mich persönlich als recht ordentlichen Crossläufer bezeichnen, aber was da heute von der Konkurrenz geboten wurde war unglaublich! Ich wurde bereits in der 4. Runde vom Sieger Fynn Schwiegelshon überrundet, das hat selbst Macrus Klönne oder Silvesterlaufvizekönig Tobias Severin nicht geschafft. Nun ist der Fynn schliesslich auch Teilnehmer der Cross Europameisterschaft und 3. des DLV-Cups in Darmstadt gewesen. Auch die anderen Namen der ersten 15 Plätze liest sich wie das Who-is-Who des regionalen Laufsports.
Bei den Frauen wurde Lisanne Naumann aus Hagen in bärenstarker Zeit 2. hinter einer jungen Läuferin der LG Menden, die mir nicht bekannt war. Lisanne ist auch eine gute Triathletin; ich glaube dass sie aber eine weitaus talentiertere Läuferin ist.
Holla die Waldfee! Vielleicht sollte ich nächstes Jahr lieber die Mittelstrecke laufen, da wäre ich mit meiner Durchgangszeit nach 3 Runden (3450m in 14:30min) sicher weiter vorne gelandet. Aber die lange Strecke ist nunmal die Königsdisziplin im Cross und auch sonstwo.

Nach 5 Runden hatte ich einen guten Rythmus, au der Abfahrt konnte ich mich nicht erholen, das war der Streckenabschnitt wo ich meinem Vorläufer immer näher kam, der war aber im Flachen zu stark um auflaufen zu können. Im Prinzip bin ich komplett alleine die 6 Runden gelaufen und habe den Geruch von modernden Blättern in mich aufgesogen und bin durch die Matschpassagen mit meinen langen Nägeln gerutscht.
Mittlerweile sind aber von den 14mm Nägeln nur noch 10mm übrig schätze ich.
Mir ist übrigens noch nie während eines Laufs kalt geworden...heute aber schon.. brrr!
Vielen Dank an Uta, Joe, henrieke und Schubi fürs nette Anfeuern unterwegs ! Und viel Erfolg den Ergstern beim morgigen 10er in Hamm !






Freitag, Januar 22, 2010

take swimming to the next level


Ich erinnere mich an die Zeiten wo ich in Schwerte bei Karla Kohl mal 100m auf Zeit schwimmen sollte. Das ist jetzt sicher 3 Jahre her. Damals bin ich so um die 1:33min geschwommen und war fertig danach.
Gestern Abend lautete das Haupt-Programm so:

12 x 100m. Aufgabe: den ersten 10Sek langsamer als den zweiten 100er schwimmen. Den 2. dafür voll. Immer im Wechsel.

1. 1:30min
2. 1:25min
3. 1.30min
4. 1:24min
5. 1:30min
6. 1:23min (PB)
7. 1:35min
8. 1:25min
9. 1:35min
10. 1:25min
11. 1:35min
12. 1:25min


Abgang auf 2:15min.


Das Programm war beinhart und ich bin froh, dass ich es so durchgehalten habe. Meine Schwimmleistung hat sich wirklich gut entwickelt. Ich hoffe, dass ich das in den Wettkämpfen dieser Saison unter Beweis stellen kann.
Für die Langdistanz in Stein habe ich nun gemeldet. Dort werde ich mit Jc, Sportsfreund Kai Moldenhauer, Rocky, Uta und Arthur hinfahren. Wir sicher ein super Triathlonwochenende werden.

Dienstag, Januar 19, 2010

Ride by Night

So langsam wird es Zeit mit dem gemässigten Radtraining zu beginnen. Bernd (der keinen Ironman plant) hat schon 140km in diesem Jahr abgespult....
Meine Ausfahrt mit den zu Weihnachten geschenkten IXON IQ Scheinwerfern von Busch & Müller um die Ruhrseen war ein echtes Erlebnis. 40 Lux leuchten den Weg wirklich gut aus. Siehe Beispiele auf der Seite des Herstellers:


Halogenscheinwerfer 10Lux


LED-Akkuscheinwerfer IXON - 20 Lux


LED-Akkuscheinwerfer IXON IQ - 40 Lux

Jetzt werden die ganzen Unter-Tage-Läufer (Stirnlampenrenner) die mich entgegenkommenderweise stets fies geblendet haben, endlich zurück angestrahlt ;-) Gut, dass man auch während der Fahrt den Scheinwerfer nach links oder rechts drehen kann. Das ist hilfreich um den Gegenverkehr nicht zu blenden oder "um die Ecke" leuchten zu können.

Samstag, Januar 16, 2010

Willingen im Schnee


Spontan nutzten JC und ich den andauernden Winter und gute Loipenbedingungen um in Willingen auf der Stryck-Loipe ein wenig durch die Winterlandschaft zu gleiten.
Es war sehr eisiger Wind und wir mussten uns gleich zu Beginn der Tour in einem Cafe aufwärmen.
Der Schnee hatte gute Gleiteigenschaften bei -5 Grad Aussentemperatur und war nirgends vereist. Meine neuen Fischer-Ski liefen extrem schnell und machen viel Spaß.
Vielleicht kommt ja noch mal eine Gelegenheit in diesem Winter, um Ski zu laufen. Heute war's jedenfalls genau das Richtige was man an einem kalten Samstagnachmittag tun kann.













Willingen







Donnerstag, Januar 14, 2010

erstes Bahntraining seit langer Zeit

das erste Bahntraining der Saison hat sich gelohnt. 14km in kurzem Laufdress auf ebenem Untergrund ohne Schnee und im Hellen. Das alles ist nur in der Halle möglich.
Mit Rocky kamen dann auch stolze 14km zusammen. Mein rechter Fuß ist kaum überlastet und ich denke, dass wir mit einem 3:45er Schnitt auf 1000m genau das richtige Tempo getroffen haben.
Die Läufer des LT Bittermark machen vor dem Lauftraining noch Gymnastik und Rumpfübungen. Wahrscheinlich wäre ich allein davon schon platt gewesen.
Wehrmutstropfen war ein 15€ Knöllchen das ich für Parken im Halteverbot bekommen habe....
Nächste Woche ist der Ergster Crosslauf, ein erstes Laufhighlight für mich.

Sonntag, Januar 10, 2010

Jahresanfang 2010


Das Jahr 2010 startete schon wieder sehr sportlich. JC & ich waren wie in den letzten beiden Jahren auch - in Leutasch , Tirol zum Skilanglauf. In 6 Tagen bin ich 90km und JC 41km klassisch gelaufen. Zum Ende des Minitrainingslagers habe ich mir besseres Material gegönnt und zwar die FISCHER XC Superlight Crown, die im Vergleich zu meinen alten Brettln abgehen wie "Schmidt's Katze" und schön lang gleiten. Der Fussabdruck muss auf diesen Ski allerdings schon sehr präzise und explosiv erfolgen, damit man beim Steigen nicht zurückrutscht. Kein Ski für sogenannte "Skischieber", wie Frau Wedl (Sport Wedl, Leutasch) es ausdrückte.
Mit dem Teil werde ich noch viel Spaß haben. Vielleicht investiert JC auch noch in den Fischer Nordic Cruiser, den ich auch mal Probegefahren bin.

Kurzresümee zur Saison 2009:

Natürlich war das mein sportlich bestes Jahr als Triathlet!
Neue Bestzeiten im Schwimmen (sowohl Training als auch WK), auf der Kurz -und Langdistanz, bei der Deutschen Altersklassenmeisterschaft auf dem Podium gestanden mit meinen Sportsfreunden Bernd und Hardy, gute Ligaresultate, u.a. ein Einsatz in der Regionalliga, bei dem ich mich gut verkauft habe. Auch schlechter gelaufen bin ich schon mal als in 2009.

Trainingshighlight war für mich die Radtour zum Biggesee und zurück am 27.06.09 als ich 160km im 30,7er Schnitt gefahren bin. An diesem Tag wusste ich, dass ich in Roth keine ganz schlechte Radleistung abliefern würde.

Absolutes Wettkampfhighlight war natürlich die Deutsche Meisterschaft im Triathlon für Amateure am 22.06.09 in Peine wo wir (Bernd, Hardy und ich) Vizemeister in der AK 30-35 über die Kurzdistanz wurden. Eine neue Schwimmbestzeit über 1500m im Freiwasser kam dabei ebenfalls heraus.

-Eine Woche später beim Steinbecker Triathlon wurde ich dann 41. in der Regionalliga (mit neuer und weiterhin aktueller Schwimmbestzeit 1500m in 25:05min) Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in einer so hohen Liga eingesetzt werden würde.

-Am 09.08.09 fuhr ich erstmals einen 39er Schnitt auf dem Rad im Wettkampf (Rheine) Bin mal gespannt, ob ich den 40er irgendwann auch noch schaffe ;-)

-Das beste Triathlon-Gesamtresultat in der (Senioren)Liga hatte ich in Hennef wo ich 26. Gesamt wurde.
In Hennef schwamm ich stark, fuhr stark Rad und lief stark. Ein Tag an dem alles passte. Solche Tage kann man an 10 Fingern in seinem Sportlerleben abzählen. Als Tüpfelchen auf dem I gewann mein Freund Marcus Klönne auch noch an diesem Tag die Gesamtwertung.

- ach ja...in Roth bin ich ja auch noch gestartet. Welches Ziel soll ich mir nach den 10:37h (=PB) für 2010 setzen?

Donnerstag, Dezember 31, 2009

Silvesterlauf Iserlohn "Rund um den Danzturm"


Ein super Ergebnis zum Jahresabschluß gelang mir beim diesjährigen 5km-Silvesterlauf in Iserlohn.
Mittlerweile bin ich dort Stammgast, seit ich im Jahr 2002 dort gewinnen konnte.
Ich reiste heute mit Lauffreundin Maike, Neutriathletin Karen und deren Freund Martin an.
Noch in der letzten Woche war unklar, ob es überhaupt eine belaufbare Strecke geben würde, da die Waldwege teilweise vereist waren.
Auch heute am Renntag befanden sich noch ein paar Eisschollen auf dem Weg, auf denen ich auch 2 x fast weggerutscht wäre.
Wir waren sehr zeitig angereist und ich konnte mich noch in Ruhe auf der Strecke einlaufen.
Ich begann schon zu frieren, als um 14:15 Uhr der Startschuß fiel.

Ein junger Athlet der LG Menden startete wie ein Bahnsprinter und war schon nach 20m weit enteilt. Ich bog als Zweiter in den Wald ein und durchlief den ersten km in 3:42min. Das war angesichts der Strecke ein gutes bis hohes Tempo. Der Frontläufer war hier aber schon 50m vorneweg. Unglaublich das Tempo, das er vorlegte. Mein Ex-Coach Horst Pallatzky stand als Zuschauer an der Strecke und feuerte mich an und nach etwa 1,5km lief ein anderer Starter an mir vorbei. Am Parkplatz mit dem Ashpaltanstieg angekommen, lag ich nur noch an Position 4 und von hinten machten weitere Läufer Druck. In der Steigung mobilisierte ich jedoch und konnte wieder auf die 3. Position vorlaufen. Nach dem Anstieg folgt ein längeres Bergabstück, das heute mit den Eisschollen schwieriger zu belaufen war. Hier holten wir die ersten Walker ein, die 15min vor dem 5km Lauf gestartet waren. Eine Walkerin rutschte unmittelbar vor mir aus und kippte zur Seite in den Hang.
Am Kulimationspunkt des Anstiegs beherzigte ich das, was ich von Topläufer Marcus Klönne gelernt habe: Da wo die Steigung aufhört und alle sich gerne etwas erholen wollen, muss man nochmal richtig antreten um das Loch zu reissen!
Genau das tat ich auch und schaffte es mit gefühltem Puls 200 mich von meinen Verfolgern etwas abzusetzen.

Der Lauf um den Danzturm hält noch eine weitere Schwierigkeit bereit: einen abrupten Rythmuswechsel von der Gefällstrecke in eine ruppige Steigung. In diesem finalen Anstieg lief einer der Abgehängten wieder zu mir auf.
Die Steigung zieht sich sehr in die Länge und ich probierte es im folgenden Flachstück durch eine Tempoverschärfung von ihm wegzukommen. Im zweiten Versuch gelang mir das schliesslich auch. Mit sicherem Vorsprung wurde ich einmal mehr Gesamtzweiter. Heute fühlte sich der Zieleinlauf aber fast so an, als ob ich Erster geworden wäre, denn der Sieger hiess Dominik Hollop, 6. der DLV Bestenliste über 1500m in seiner Altersklasse (U18) 2008. Der lief sein einsames Rennen als Trainingslauf mit neuem Streckenrekord (17:00min) vom Start an bis ins Ziel einsam nach Hause.
Von den "normalen" Hobbyläufern war ich damit quasi der Schnellste. Ich habe unterwegs mit dem Tempo variieren können und ein paar flotte junge Burschen auf Distanz halten können. Das macht mich froh und lässt dieses grandiose Sportjahr zu einem bestmöglichen Abschluß kommen!

Ergebnisliste

Presse
und noch ein Pressebericht von westline.de, in dem ich schmeichelhafterweise mit den Profis des TTW zusammen erwähnt werde.

Montag, Dezember 28, 2009

Rund um die Glörtalsperre


mein diesjähriger Christmas-longjog führte mich wieder von Rummenohl ausgehend in südlicher Richtung zur Glörtalsperre und 1 x dort herum. Oberhalb der Glör lagen etwa 10cm hoch Schnee durch den ich als erster durchstapfen durfte. Herrlich! Ich freu mich auf das Skilanglaufen am Wochenende in Leutasch mit JC, da haben wir dann Winter satt !

Freitag, Dezember 25, 2009

Schwimmtechnik

Welchen Sinn haben technische Übungen im Schwimmtraining. Fragt man mal am Beckenrand die Kollegen bekommt man oft nur ein Achselzucken zur Antwort oder bestenfalls eine Pauschalantwort.

Hier kommen ein paar Antworten zu technischen Übungen die regelmässig geschwommen werden und welche Fehler sie verhindern helfen sollen:

Auf dem Weg zu seinem ersten Olympischen Triathlon holt sich Netzathleten-Redakteur Jörg Birkel jede erdenkliche Unterstützung. In dieser Woche hat er mit Triathlon-Profi Till Schramm trainiert. Schwimmen stand auf dem Trainingsplan. Hier ist sein Erfahrungsbericht.
Schwimmen ist für die meisten Triathlon-Einsteiger die größte Hürde. Für manche Möchtegern-Triathleten sogar eine so große, dass es nur für einen Duathlon (Radfahren und Laufen) reicht. Dabei ist Schwimmen gar nicht so schwierig. Wenn man die richtige Technik beherrscht. Die Winterzeit ist optimal, um an der eigenen Schwimmtechnik zu feilen. Natürlich kann man einen Triathlon in jedem Schwimmstil absolvieren, aber Kraulen ist deutlich schneller und dabei sogar kraftsparend, sofern man nicht die doppelte Strecke schwimmt. Und genau das ist bei mir der Fall, sagt Till.

Fehler beim Kraulen: Die Rückholphase
Meine Schulter ist bei der Rückholbewegung sichtbar verspannt und dadurch ist meine Bewegung über Wasser zu stark geführt. Dadurch ermüdet meine Schulter schnell und brennt, statt dass ich mich in der Überwasserphase erholen könnte. Das ist ein typischer Fehler bei Triathleten, die nicht aus dem Schwimmsport kommen.Um diesen Fehler beim Kraulen zu korrigieren hat mir Till Schramm zwei Übungen vorgeschlagen: Einarmiges Schwimmen mit einer starken Schulterrotation und Kraulen mit locker pendelndem Unterarm.
Übung 1: Einarmiges Schwimmen mit Schulterrotation
Wie der Name schon sagt, schwimmt man dabei nur mit einem Arm, der andere bleibt vor dem Körper gestreckt. Nach 25 Meter wird der Arm gewechselt. Die Atmung erfolgt auf jeden zweiten Zug. Wichtig bei der Übung ist, mit der Schulter stark um die Körperlängsachse zu rotieren und den Arm in der Rückholphase zu beobachten. Umso stärker ich in der Schulter rotiere, desto leichter ist es, den Arm locker nach vorne zu führen. Tills Tipp: Diese Überkorrektur ist für alle Triathleten sinnvoll, weil die Technik auch beim Freiwasserschwimmen mit Wellengang hilft, den Arm leichter aus dem Wasser zu bekommen. Das spart wertvolle Energie.

Übung 2: Armzug mit pendelndem Unterarm
Auch diese Übung soll dabei helfen, den Arm über Wasser entspannter nach vorne zu führen. Dabei konzentriert man sich darauf, den Unterarm locker hin und her pendeln zu lassen oder alternativ mit den Fingern locker über die „Wasseroberfläche zu laufen“.Tills Tipp: Alle Technikübungen beim Schwimmen sollten langsam und sauber ausgeführt werden. Es kommt nicht darauf an, schnell zu schwimmen!
Fehler beim Kraulen: Die Eintauchphase
Bei der Eintauchphase der Hand hat sich ein weiterer typischer Anfänger-Fehler in meinen Schwimmstil eingeschlichen. Durch die stark geführte Bewegung über Wasser neige ich dazu, mit der Hand beim Eintauchen über die Mitte der Körperachse zu greifen. Auf kurzen Strecken ist das noch nicht so dramatisch, aber wenn mir auf längeren Strecken die Kraft ausgeht, könnte dieser Fehler dazu führen, dass ich durch eine unkorrekte Seitbewegung ins Schlingern gerate. Dann würde ich mehr Meter schwimmen als ich eigentlich müsste. Tills Übung zur Korrektur ist Wasserballkraulen.

Übung 3: Wasserballkraulen
Beim Wasserballkraulen hält man den Kopf nach vorne über Wasser. Das hilft mir dabei, meine Arme beim Eintauchen zu beobachten. Die Hände sollten ungefähr in Verlängerung der Schulter mit gestrecktem Arm ins Wasser eintauchen. Nicht nach rechts oder links versetzt. Das kann man mit dem Kopf über Wasser hervorragend korrigieren und nach einer halben Bahn taucht man dann den Kopf einfach ins Wasser und geht in die normale Kraultechnik über. Tills Tipp: Diese Übung ist noch aus einem anderen Grund für Triathleten wichtig: Beim Freiwasserschwimmen solltest Du jeden 10. Armzug nach vorne atmen, um nicht die Orientierung zu verlieren. Auch das könnte sonst Extrameter bedeuten!
Fehler beim Kraulen: die Druckphase
Ein weiterer typischer Fehler ist die zu kurze Druckphase. Statt bis zum Oberschenkel zu drücken, verlässt meine Hand zu früh das Wasser. Diese fehlenden Zentimeter bedeuten hochgerechnet auf die 1,5 Kilometer auf der Olympischen Distanz bereits einige Armzüge mehr als ein guter Schwimmer brauchen würde. Wie viele Armzüge jemand auf der Langdistanz mehr machen müsste, will ich gar nicht erst wissen. Aber zum Glück hat Till dafür auch eine gute Übung parat.

Übung 4: Abschlagkraulen an der Hüfte
Bei dieser Übung hält man beide Arme eng am Körper und führt abwechselnd einen Arm nach vorne und führt einen Armzug durch. Sobald der Arm wieder auf Hüfthöhe ist, schließt sich eine kurze Gleitphase an. Erst danach löst man den zweiten Arm vom Körper und beginnt mit dem nächsten Armzug.Tills Tipp: Das ist eine gute Übung, um eingeschliffene Bewegungsmuster beim Kraulen aufzubrechen. Allerdings ist diese Übung schon recht anspruchsvoll. Selbst erfahrene Schwimmer tun sich damit schwer, weil es sich ohne Arme vor dem Körper eben schlecht gleiten lässt.Es ist gut, die eigenen Schwächen zu kennen und noch besser, die passenden Übungen zu haben, um daran zu arbeiten und sich langsam zu verbessern. Dank Till werde ich vielleicht meine Schwimmzeit verbessern aber vor allem den Energieaufwand deutlich verringern können.
Jörg Birkel

Fundstelle:
http://www.netzathleten.de/Sportmagazin/Richtig-trainieren/Typische-Fehler-beim-Kraulen/835440962036545497/head

Sonntag, Dezember 20, 2009

die erste Schneetour mit dem Cube







Endlich ist der Winter da! Und wie: ich musste heute Schnee schippen, man hätte mit Langlaufskiern um den Hengsteysee fahren können! Teilweise ist er auch schon zugefroren. Es ist nun durchgängig -5 bis -10 Grad frostig. Ich sage mal wir werden weisse Weihnachten bekommen :-) Mikit dem MTB war ich gestern (Samstag) im Kaisberg unterwegs-da mir aber die Füsse und Finger fast abgefroren wären kamen nur 7,5km zusammen..

Freitag, Dezember 18, 2009


Meine 10er Karte fürs Hallenbad Oberwengern hat sich gelohnt. 9 x war ich dieses Jahr schon dort schwimmen. Auf meiner to-do-Liste der zu erreichenden Ziel im Schwimmen stehen und standen aber nicht nur Bestzeiten sondern auch ein persönliches "achievement": Ich wollte es unbedingt einmal schaffen die 25m ruhig durchzutauchen, unter Wasser zu wenden, mich von der Wand abzustossen und ein paar Züge weiterzutauchen.
Das schien bisher unmöglich, denn meist habe ich die 25m gerade so eben zappelnder Weise geschafft. Heute allerdings klappte es auf Anhieb so wie beschrieben! Schwimmen ist der Sport den ich zur Zeit am meisten geniesse. Nächste Woche noch einmal ins Wasser und dann ist das Jahr auch schon wieder rum. Ob ich die 170km voll mache?

Dienstag, Dezember 15, 2009

Dumme Trainingsweisheiten


Samstag, Dezember 12, 2009

gleich 2 neue Trainingsrekorde auf einen Streich


(Bild: mein letzter WK-Start im Becken 2009 war beim Hagen Triathlon als Staffelschwimmer,hier im smalltalk mit Iris P. vom TriTeam Hagen)
Heute habe ich die 162km Trainingsumfang in 2009 vollgemacht. Mein Ziel war es 160km zu schwimmen das ist mir heute gelungen. Im letzten 500m-Test bin ich dann ohne es zu wissen eine neue Trainingsbestzeit geschwommen: 8:23min (vorher 8:25min aus dem April 2009). Das freut mich schon, denn im Schwimmen bin ich bereits im Winter schon gut drauf. Heute habe ich etwas Schnupfen. Hoffentlich bin ich nicht richtig erkältet. ich möchte morgen lang laufen...

Mittwoch, Dezember 09, 2009

Starts in 2010

die neuen Ligatermine für 2010 sind raus. Ich habe mir mal folgendes überlegt:

10.05. Iserlohn (Sprint)
29.05. Herscheid (Sprint)
13.06. Bonn (verkürzte MD) oder Kamen
20.06. Stein, NL verkürzte LD
27.06 Steinbeck oder Altena (KD)
kein Start in Hennef wegen Nähe zur nächsten LD
18.07. Quelle Challenge Roth (klassische LD)
14.08. Hückeswagen (Sprint)
29.08. Hagen (Sprint)

Es bleibt natürlich noch abzuwarten, in welcher Liga ich überhaupt eingesetzt werde. Lieblings/-bzw Wunsch-Wettkämpfe wären aber für mich mich sicherlich Herscheid mit seiner brutalen Radstrecke und der Sprint in Hückeswagen, der mir auch gut von der Topographie entgegenkommt. Mein Regionalligastart in Steinbeck letztes Jahr ist mir noch in guter Erinnerung geblieben und in Stein würde ich mit meinem Freund Rocky antreten.

Samstag, Dezember 05, 2009

Herdecker Nikolauslauf


(Die Gruppe hinter Arthur Woloszyn lief auch so ins Ziel ein. Jochen Baumann (Nr. 609-wird von uns noch eingesammelt und durchgereicht)

Das Rennen ist noch nicht beendet, da tippe ich schon frischgeduscht meinen Rennbericht.
Sie waren heute alle wieder da...die Serienteilnehmer sowieso, das Stadtwerke Team Witten (die 0 auf 42 Gruppe) und der TTW erschienen in kompletter Besetzung. Auch Neuzugang Arthur Woloszyn hatte seinen ersten offiziellen Start für den TTW. Und dieser ist ihm gut gelungen. Obgleich Laufen nicht seine Paradedsiziplin ist, konnte er zahlreiche renommierte Läufer hinter sich lassen - doch der Reihe nach.

Zum Start um 14:00Uhr hatte es aufgehört zu regnen und es blieb auch bis zu meinem Zieldurchlauf 36min später trocken. Ich ordnete mich links in der ersten Reihe ein. Hinter mir stand die Altmeisterin Ingrid Heimhardt, die mir sicher nicht beim Start in die Hacken latschen würde. Nach dem Startschuß (ein klassischer Fehlstart - der Schuß ging erst los, als das Rennen schon 20 Sekunden alt war) rantte ich schnell an und musste nach rechts ein paar zu aufdringliche Renner wegdrücken um nicht zu stürzen.
Der erste km in 3:33min war gefühlt nicht zu schnell angegangen. Arthur lief deutlich schneller an und war bereits 20m vor mir. Nach 2,5km verabschiedete sich Tim Aepfelbach nach vorne und ward von mir nicht mehr gesehen. Klaus Augustin kam nach 3km zu mir auf, ich besann mich daraufhin auf meine technischen Fähigkeiten und hörte auf, einfach nur Schritte zu setzen, sondern lief mit kräftigem Abdruck aus dem Ballen heraus. (Meine Waden danken mir das gerade...) So konnte ich die Lücke zu Klaus zulaufen und bis km 6 blieben wir zusammen. Jörg Görres, ebenfalls ein schneller Mann bildete den 3. Mann in dem Trio.
An den 2 Hügeln beim Wasserschloss schoß Richard Fänger wie die wilde Wutz an uns vorbei; was für eine Attacke ! Klaus lies an den Anstiegen und vor allem bei dem kurzen aber ruppigen Bergabstück zum Koepchenwerk hinunter reissen und Jörg Görres sprengte die Gruppe mit seinen langen Beinen und verschwand nach vorne.
Auf den letzten 2km konnte ich noch an Roy Albert vorbei und an die Gruppe mit Arthur Woloszyn und Jochen Baumann heranlaufen, der 500m vorm Ziel allerdings aus der Gruppe herausfiel. Ein Endspurt war nicht mehr drin. 36:11min ist eine gute Zeit, zumal die Strecke etwas länger war als üblich, da der Seeweg wegen Elektromastarbeiten gesperrt war und man umgeleitet wurde.
Meine Zeit entspricht einer 37:40min über volle 10km. (3:46min/km) damit bin ich sehr zufrieden. Arthur lief uneinholbar ein paar Schritte vor mir ins Ziel, genauso wie Nicklars Achenbach, den ich bislang noch nicht so nah in Schlagweite vor mir hatte.
Niklars Achenbach (LT Bittermark) der schnelle Dortmunder gestand mir nach dem Lauf, dass er mich hinter sich gewusst hatte und Sorge hatte, dass ich ihn noch auflaufen könnte...Das ehrt mich, denn Niklars ist ein wirklich Guter, wenn auch derzeit nicht in Form.
Für Simon Quent freue ich mich, der eine 32er Zeit und Platz 2Gesamt hinter Jonas Bohndorf errungen hat! Ich glaube, dass er den Nikolauslauf eines Tages gewinnen kann. Und wer weiss, was sonst noch: schliesslich sind schon einige Sieger des Herdecke Nikolauslaufs spätere Sieger des Silvesterlaufs Werl-Soest geworden :-))

Karl-Heinz Baumann kam lachend und Kopfschüttelnd nach mir ins Ziel und wunderte sich warum ich ihn immer beim Nikolauslauf schlage und sonst nicht. Ich glaube das liegt daran, dass ich mich bei diesem Rennen richtig quälen kann - es ist mein sportliches Wohnzimmer.

Freitag, Dezember 04, 2009

Der Lauf der Läufe (vor 20 Jahren)

ist er Herdecker Nikolauslauf für mich sowieso: Schliesslich war es der erste Volkslauf bei dem ich offiziel ins Ziel gekommen bin.

Vor 20 Jahren genau (1989) wurde der Streckenrekord aufgestellt, der mit 29:24min zu Buche steht. Viele wissen gar nicht von wem.
Also, es war der grosse Malcom Edwards, der einige Tage später auch den renommierten Silverstlauf von Werl nach Soest in starken 45:18min (15km) gewinnen sollte.
Edwards hatte 1989 seine Laufkumpels Colin Campbell, Neil Walker und David Capner aus der britischen Kaserne in Iserlohn zum Hengsteysee mitgebracht und allesamt liefen sie unter 33:40min durchs Ziel (Plätze 1-15)! Mein Laufkumpel Christoph Schöning der 1996 als seinen letzten grossen Sieg -bei minus 15C°- den Silvesterlauf Werl-Soest zum Abgesang seiner Laufkarriere gewann, kam 1989 in 33:35min ins Ziel. Ich selbst finishte in 38:25min als 17-jähriger kanpp hinter meinen Physio Martin Strube.
Die 29:20min von Wilfried Beer aus dem Jahre 1986 werden nicht als Rekord gewertet, da in diesem Jahr die Strecke um den Harkortsee verlief!

Insofern ist morgen wieder ein besonderer Nikolauslauf für mich. Das gilt aber eigentlich für jeden Nikolauslauf in Herdecke. Ich freue mich auf die alten Kumpels von früher und die neuen Lauffreunde mit denen anschliessend ein Bierchen im Ruderclub-Vereinsheim gekippt wird.
Genug der Nostalgie:
Morgen wird sich etwas an der Strecke ändern: Auf der Freibad Hengstey-Seite befindet sich seit ein paar Wochen eine Baustelle und der Läufer wird auf einen Nebenweg (wo früher das Nassholzlager war) umgeleitet. Das kostet vielleicht 10sek. Eher unangenehm werden könnte die andere Baustelle am Herdecker Gymnasium, wo man vom Spazierweg über den Rasen zu den Skateboard-Ramps umgeleitet wird. Da dies ca 1km nach dem Start passiert, könnte es da sehr sehr eng für die Läufer werden.
Ich werde sowieso von vorne starten um allen Unwägbarkeiten möglichst aus dem Weg zu gehen (laufen) daher hoffe ich, dort unbehelligt durchzukommen.
Bis morgen dann also...ach ja, noch ne Neuerung: das Startbüro ist wegen der Renovierung der Bleichsteinhalle erstmalig im Gymnasium Herdecke ab 10:00Uhr geöfnnet.

Samstag, November 21, 2009

Westf. Crossmeisterschaften

Ergebnisse

Man hätte meinen können es sei Frühling: bei milden 16Grad kam heute keiner der Athleten auf die Idee, ein langbeiniges oder langärmeliges Rennoutfit zu wählen.
Der Rundkurs war einigen schon von den Kreis-Crossmeisterschaften bekannt, diesmal wurde die Runde allerdings Meisterschaftsgerecht verlängert und führte in den angrenzenden Wald , wo die Macher des TUS Ende eine steile Rampe eingebaut hatten, die es (auf der Langstrecke) 6 x zu erklimmen galt.
Der Parcours hatte alles was einen Crosslauf ausmacht: wechselnde Bodenbeläge, lange flache Abschnitte über Gras und Wiese, befestigte Waldwege und trails, einige Kurven und Anstiege die Rythmuswechsel erforderten und ständige Aufmerksamkeit benötigten, sowie eine schnelle downhillpassage bei der Koordination und lange Schritte gefordert waren.
Die verhältnismässig moderate Siegerzeit des Hauptlaufs (Phillip Hövelmann in 37:18min) zeigte, dass der Kurs sehr anspruchsvoll war. Das ein Gros der Läufer bei Landesmeisterschaften nicht unter der 40min-Marke bei einem 10000m-Lauf bleiben ist nicht an der Tagesordnung.
Aus meiner Sicht verlief das Rennen unspektakulär.
Ich ordnete mich beim Start mal gleich hinten ein und lief den ersten km in 4:17min an. Da wusste ich schon, dass bestenfalls eine 42er Endzeit rauskommen könnte. Nach etwa 3,5km lief Andre Boshoff an mir vorbei, den ich noch vom TSV Herdecke-Lauftreff her kenne. Andre ist ein junger Bursche, schmal gebaut und klein mit klassischer Läuferfigur. Er wird jetzt von meinem alten Laufbuddie Florian Hanakam (TUS Breckerfeld) trainiert und macht seitdem gute Fortschritte.
Er hatte sich aber mit der Überholaktion etwas übernommen und ich konnte ihn eine Runde später wieder einholen und bin bergab mit langen Schritten direkt an ihm vorbeigeflogen. Ansonsten holte ich nur noch einen anderen Läufer vom MC Menden ein (BJ 1991, da habe ich mein Abi gemacht..) der nach 6500m nahezu völlig einbrach (die Jugend von heute...ts,ts,ts) Mit 44min auf den Kopf genau geht mein Resultat gut in Ordnung. Albert Balzert und JC feuerten mich fleissig an und mit noch 3 Runden to go, merkte ich, dass ich fette Blasen an den Fersen bekommen würde. Wann laufe ich auch schon mal mit Spikes? Vielleicht hätte ich die Socken auslassen sollen. 10km in Spikes sind nicht so angenehm. Ich habe den Lauf muskulär und insbesondere auch von meinem Problemfuß (rechts) her gut weggesteckt.
Nun hoffe ich dass ich keine Probleme mehr mit den Blasen beim Nikolauslauf haben werde - bin aber zuversichtlich was das angeht. Habe ja ganz gutes "Heilfleisch" :-)
Ich wurde 7. von 9. klassierten M35ern, aber das ist denn auch Wurscht.

Westfälische Crossmeisterschaften in Herdecke-Ende

Als ich heute morgen in die Teilnehmerliste der Westf.Crossmeisterschaften in Herdecke schaute, war ich schon überrascht, meinen Namen zu lesen. Eigentlich hatte ich die Information, dass mein Startpaß noch für die SGE Ergste lautet, aber scheinbar ist dem nicht mehr so. Ich bin startberechtigt für die LT Bittermark Dortmund und "darf" gleich die 10000m in Angriff nehmen.
Derzeit hadere ich mit meinem gewicht. Nach der Völlerei im letzten Urlaub habe ich gut zugelegt und muss diese Kilos nun mit mir rumschleppen :-(
Naja, vielleicht werde ich ja heute "der schnellste Bauch von Herdecke", wer weiß ?!
Auf Meisterschaften kann es für den "normalen" Athleten nur darum gehen, eine gute Leistung für seine Mannschaft abzuliefern und diese dann aufs Podium zu bringen.
Da ich heute Einzelkämpfer bin und vermutlich hinterherlaufen werde, sehe ich schon jetzt die Veranstaltung als Testwettkampf und Tempotraining für den Nikolauslauf an.
Schokolade und Bier werden nun rigoros vom Speiseplan gestrichen bis ich meine 65kg Renngewicht wieder erericht habe.
In diesem Sinne mache ich derzeit Sport um Abzunehmen :-(
Ich werde trotzdem Spaß haben heute, denn ein Rennen in Spikes ist immer eine spassige Sache !
Ergebnisse und Entschuldigungen folgen dann später - mein Start ist um 15:00Uhr.

Samstag, November 14, 2009

Elseyer Herbstwaldlauf - mein Bericht


(die Preise beim Herbstwaldlauf konnten sich schon immer sehen lassen; dieses Jahr gab es eine tolle Stirnlampe für AK-Gewinner)
Beim Einfahren auf den Parkplatz vom Kirchenbergstadion, Hagen-Hohenlimburg war ich doch etwas überrascht zu sehen, wieviele Läufer trotz des Regens angereist waren. Wahrscheinlich haben sich viele gedacht "Prima, es ist schlechtes Wetter - da kann ich mich gut platzieren!"
Eine halbe Stunde vorm Start des Hauptlaufs hatte der Regen aber aufgehört und es wurde sogar sonnig.
Ich lief mich heute nach dem Startnummernabholen auf dem Parkplatz 20 min lang warm. Da bekommt man im Gegensatz zum Stadionrasen keine nassen Füsse und ist ungestört.
Es waren milde 12 Grad, daher lief ich in kurzer Hose (ausserdem zerreisst die bei einem Sturz nicht wie im letzten Jahr meine 3/4 tight!) und dünnem Funktionshemd mit LT Bittermark Shirt darüber. Eine gute Kleiderwahl.
Nach dem Startschuss und beim Rauslaufen aus dem Stadion befand ich mich ca an 16. Position und lies es ruhig angehen. Zu ruhig allerdings um bei den Ultra-Assen Peter Haarmann und Jens Vieler dranzubleiben. Karl-Heinz Baumann (später im Ziel 56sek vor mir) zog schon nach 1km von dannen.
Nun gut, beim ersten kurzen aber ruppigen Hügel im Feld (km2) an der Autobahn überholte mich Stefan Niemitz der schon den 5km-Lauf gewonnen hatte. Andreas Meisel und Thomas Schimowski waren nach der 2. langen Steigung vor mir. Zum Ende des Anstiegs konnte ich Th.Schimowski überholen und ein paar Meter auf ihn gutmachen. Ein jüngerer Läufer vom LAC Veltins Hochsauerland lief hier unmittelbar vor mir. Die lange Abfahrt hinunter zum Fuss des Bemberg kam Th. Schimowski wie die wilde Wutz an mir vorbeigeschossen, dabei hat er doch so kurze Beine...Hinter mir machte sich Marian Kandora (ASV Iserlohn) schnaufend bemerkbar...
Der Bemberg war auch dieses Jahr wieder rennentscheidend. Der Sauerländer, Th.Schimowski und A. Meisel nahmen kurz vor Beginn des Anstiegs etwas Tempo raus - vielleicht aus Respekt vor dem was kommen sollte - und ich schaffte den Anschluss an die Gruppe. Andreas Meisel wurde von der Gruppe direkt am Fusse der Steigung abgehängt. Thomas Schimowski und ich liefen zusammen den Berg rauf. Der junge Bursche aus dem Hochsauerland war mittlerweile etwas nach vorne enteilt. Johannes Zöllner, der zum ersten Mal überhaupt bei einem Lauf vor mir ins Ziel kam, musste an dieser Steigung sogar gehen ! Dennoch lief er ein bravouröses Rennen heute.
Nach 2/3 der Steigung brach Th. Schimowski (endlich) ein und musste reissen lassen. Den Sauerländer hatte ich nun immer gute 5 - 10m vor mir. Auf der Schlammpasssage über die Wiese und die folgende steile Rampe hinab zur Autobahn waren wir nahezu gleichauf. Ein Blick zurück zeigte mir, dass Thomas Schimowski sich noch nicht geschlagen gegeben hatte. Also musste ich die letzten 1,5km bergab nochmal richtig reinhalten um nicht noch den hart erkämpften Platz zu verlieren.
Im Stadion zog ich nochmal einen 200m Sprint an, kam aber nur bis auf 1 Sekunde an den Hochsauerländer heran. Ich hatte mich blau gelaufen.
Thomas Schimowski und Andreas Meisel folgten dann doch mit deutlichem Rückstand.
Ich wurde 13. gesamt und 2.M35 (wieder mal hinter Andre Müller).

Bei der Siegerehrung erhielt ich einen Bildband über das Märkische Sauerland, den mir Michael Oefler allerdings gegen eine Stirnlampe (die gab es für einen 1.Platz in der AK) eintauschte. Super!
So eine Lampe kann ich super-gut gebrauchen - zum Beispiel zum Mountainbiken und auch zum Laufen. ist ja schon angenehmer wenn man etwas sieht...auch wenn man dabei ausschaut wie ein bergmann unter Tage.
Die Siegerehrung war schon um 16:45Uhr erledigt. Die Zeit bis dahin verbrachte ich plaudernd mit Pete Haarmann und einem kleinen Krombacher-Finisherbierchen.
Ein paar Vereinskollegen vom TTW hatten sich auch nach Elsey "verirrt" - Ich glaube denen hat es heute auch Spaß gemacht.
Die Siegerzeit war 1min langsamer als letztes Jahr, sowie die Zeiten der übrigen Läufer in der Regel auch. Dies war der sehr verschlammten Strecke geschuldet. Aber zeiten sind bei diesem Lauf ja eh Schall und Rauch!

Ergebnisse sind schon da!

trailrunning = neuer Laufboom?

was hat es mit "trailrunning" eigentlich auf sich?
In den 70ern nannte man es "Waldläufe" - Neudeutsch sind daraus "trailruns" geworden.
Wenn ich den Begriff "trail" höre, denke ich eigentlich an schmale Wege in unzugänglichen Regionen mit urwüchsiger Natur drumherum und diffizilen Bodenverhätlnissen.
Sowas gibt es nicht nur auf der Insel Reunion oder in Boulder Colorado- solche Wege findet man auch hier in und um Herdecke, Wetter und Witten.
Die trailrun worlsmasters haben gezeigt, dass man überall -sogar im Ruhrgebiet-abseits von Wegen laufen kann.
In der aktuelle Runner's Worls Ausgabe ist ein trailrun-Schuh-Test.
Trailrunning ist "in" !

Bei trailruns (zum Beispiel der Herbstwaldlauf in Hohenlimburg) treffen unterschiedlichste Läufertypen aufeinander. Bei den Windstopper-Worldmasters hatte ich den Eindruck, dass das Völkchen der trailrun-Enthusiasten eine Gemeinschaft von Outdoor-Markensachen tragenden, entspannt wirkenden Typen ist, die man sich auch gut beim Schneeschuhwandern oder Klettern im Gebirge vorstellen kann. Reinhold-Messner-Typen im positiven Sinne halt.

Der deutsche 10000m Alexander Lubina hatte auf der 35km-Runde des Ruhrklippentrails keine Chance gegen die Berglauf und Waldlauf-Spezialisten, die natürlich auch vorzügliche Läufer sind, allerdings mit anderen Fähigkeiten. Beim trailrun /Waldlauf ist nicht die reine Beinschnelligkeit gefragt, sondern es gilt sich mit wechselnden Bodenbeschaffenheiten auseinanderzusetzen, Kraft für lange und zehrende Bergpassagen aufzubauen, Koordination für heikle Abwärtsläufe und winklige Kurse zu entwickeln und dabei trotzdem schnell zu sein.
Orientierungsläufer, Triathleten, Mountainbiker können hier gute Resultate erzielen obwohl sie von der Papierform langsamer als die Bahnlaufkonkurrenz einzustufen ist.

Der Waldlauf boomt scheinbar im Moment. Wird er die Massenmarathonbewegung ablösen ?
Ich denke eher nicht, denn trailrunning ist auf den ersten Blick unbequem und anstrengender als ein flaches Läufchen um den Hengsteysee. Wenn man aber erst mal den Fuß abseits des Weges gesetzt hat, gibt es kein zurück mehr.
Man entdeckt plötzlich Dinge, die man sonst nicht mitbekommen würde. Bei meinem letzten Crosslauf im Harkortberg (mitten durchs Unterholz) in einem stillen Teil des Waldes wo Wanderer wegen Kyrillschäden nicht hinkommen, habe ich eine frische Rupfung von einem Habicht gefunden und einen Schwarzspecht zu Gesicht bekommen.
Der km-Schnitt ist dabei egal, der Trainingseffekt ist groß, der Spaßfaktor riesig!

Elseyer Herbstwaldlauf 2009 - meine Laufhistorie


In den Jahren 1996 bis 2003 wurden noch 10km gelaufen, die mit gefährlichen Passagen gespickt waren. Ich hätte lieber weiterhin diese "alte" Strecke als die Bembergrunde weiter im Programm gehabt. In 2009 nehme ich zum 10. Mal bei diesem schönen Waldlauf (neudeutsch: trailrun) teil.

Meine Resultate bisher:

1996 36:34min 3.M20 / 14.Gesamt
1997 35:22min 3.M20 / 10.Gesamt
1998 36:58min 8.M20 / 15.Gesamt
1999 nicht teilgenommen
2000 nicht teilgenommen (verletzt)
2001 hatte am 12.11.01 eine OP am rechten Fuß (OS naviculare)
2002 38:31min 5.M30 / 14.Gesamt
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2003 37:14min 3.M30 / 8.Gesamt (ab diesem Jahr nur noch 9,5km -Bembergrunde)
2004 zugunsten der Westf. Crossmeisterschaften ausfallen lassen
2005 36:57min 2.M30 / 5.Gesamt
2006 38:16min 1.M35 / 9.Gesamt
2007 20:52min 8.Gesamt (Humpfertlauf 5,4km)
2008 38:21min 2.M35 / 12.Gesamt
2009 39:11min 2.M35 / 13.Gesamt
Im Moment regnet es draussen ziemlich kräftig. Ansonsten ist es milde 12 Grad "warm".
Bestimmt wird K.H. Baumann wieder am Start sein - der ist dort mindestens so oft wie ich gelaufen und er hatte mich meist auch an der 3.Steigung hinter sich gelassen. Wir vergleichen uns schon seit 1996:mal war ich eine Zeitlang schneller, zuletzt war es eher Karl-Heinz. Zur Zeit fühle ich mich bergan durch die langen Waldläufe in den letzten Wochen aber wohler als sonst und ich habe mir vorgenommen, heute bei ihm um jeden Preis anzuklampen. Ein 10km-Lauf muss wehtun und ich bin bereit, mir mal wieder ordentlich die Kante zu geben! Wohlan denn.

Mittwoch, November 11, 2009

Klaus Augustin im Klusenbergwald